Beginn einer neuen Ära

Der Umsturz vom 23. August 1944 in Rumänien

Am 23. August 1944 stürzte der rumänische König Michael I.[1] die faschistische Militärdiktatur Ion Antonescus, Rumänien scherte aus der Allianz mit Hitlerdeutschland aus und schloss sich den Alliierten an. Der Frontwechsel hat den Fortgang des Zweiten Weltkriegs entscheidend beeinflusst und ihn um mindestens ein halbes Jahr verkürzt. Die Folgen für Rumänien waren einschneidend, die mutige Entscheidung des Königs hat aber das Land vor der totalen Katastrophe, die mit einer bedingungslosen Kapitulation einhergegangen wäre, bewahrt. Der historische Akt vom 23. August 1944 ließ zudem die rumänische Demokratie für kurze Zeit wiederaufleben. Und es begann der Aufstieg der kommunistischen Partei zur Macht, die sie bis Dezember 1989 als »führende politische Kraft der gesamten Gesellschaft«[2] innehatte.[3]

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