Jimbolia – leagănul fotbalului de club din România

125 de ani de tradiție fotbalistică

Zsombolyai Sport Egylet, 1922 – una dintre cele mai vechi fotografii păstrate ale unei echipe de fotbal din Jimbolia. Foto: Arhiva de imagini a HOG Hatzfeld

În pofida numeroaselor publicații dedicate istoriei fotbalului, începuturile acestui sport pe teritoriul actual al României ridică încă o serie de probleme insuficient clarificate. Una dintre acestea privește datarea celui mai timpuriu meci de fotbal documentat între două echipe aparținând unor cluburi înființate și cu sediul pe teritoriul actual al României. 

Relatări contemporane din presă demonstrează că, deja la 3 august 1901, la Grabaț s-a disputat un meci de fotbal între Grabáczi Sport Egylet (Clubul Sportiv Grabaț) și Zsombolyai Football Club (FC Jimbolia). Potrivit stadiului actual al surselor disponibile, confruntarea reprezintă cea mai veche confruntare documentată între două echipe de club înființate și active pe teritoriul actual al României.  Weiterlesen…

3. August 1901: Das erste Fußballspiel zwischen zwei Vereinsmannschaften aus dem Gebiet des heutigen Rumäniens

Eine Revision des bisherigen Forschungsstandes anhand zeitgenössischer Pressequellen

Erste Erwähnung des Fußballspiels in der Presse: »Zuletzt wurde aus Grabatz berichtet, dass dort am 3. August ein Spiel zwischen dem Grabáczi Sport Egylet und dem Zsombolyai Football Club stattfand. Eine große Zuschauermenge verfolgte dieses Spiel, das durch seine Neuartigkeit begeisterte, und zollte dem schönen Spiel, das mit einem 1:0-Sieg der Grabatzer endete, volle Anerkennung.« (Pesti Hírlap, 9.8.1901)

Die Frühgeschichte des Fußballs auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens weist trotz zahlreicher Veröffentlichungen weiterhin offene Fragen auf. Dies gilt insbesondere für die Datierung des frühesten nachweisbaren Fußballspiels zwischen zwei auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens gegründeten und beheimateten Vereinsmannschaften. Nach dem bisherigen Forschungsstand wird diese Rolle der am 20. August 1902 in Temeswar ausgetragenen Begegnung zwischen dem Temesvári Football Club (Temeswarer FC) und dem Lugosi Sport Egylet (Lugoscher Sportverein) zugeschrieben. Der vorliegende Beitrag überprüft diese Einordnung auf der Grundlage bislang von der Forschung nicht ausgewerteter zeitgenössischer Presseberichte.

Die Quellen belegen, dass bereits am 3. August 1901 in Grabatz ein Fußballspiel zwischen dem Grabáczi Sport Egylet (Grabatzer Sportverein) und dem Zsombolyai Football Club (Hatzfelder FC) stattfand. Nach dem gegenwärtigen Stand der ausgewerteten Quellen handelt es sich dabei um die früheste quellenmäßig nachweisbare Begegnung zwischen zwei Vereinsmannschaften aus und auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens. Darüber hinaus zeigen die ausgewerteten Berichte, dass sich der organisierte Vereinsfußball bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht ausschließlich in den Zentren Arad und Temeswar entwickelte, sondern zugleich kleinere Gemeinden des Banats erfasste. Der Beitrag unterstreicht damit zugleich den wissenschaftlichen Wert einer systematischen Auswertung regionaler zeitgenössischer Pressequellen für die Erforschung der frühen Sportgeschichte Ostmittel- und Südosteuropas.   Weiterlesen…

Ein magischer Moment der Sportgeschichte

Nadia Comăneci und die »perfekte Zehn«

Nadia bei ihrer legendären Stufenbarren-Routine. Foto: Comitetul Olimpic și Sportiv Român (cosr.ro)

Im Sommer 1976 schrieb eine vierzehnjährige Turnerin aus Rumänien Sportgeschichte: Nadia Comăneci erzielte bei den Olympischen Spielen in Montreal als erste Athletin im Damenturnen die Höchstnote 10,0 – die erste perfekte Zehn der Turngeschichte. Fünfzig Jahre sind seither vergangen, doch dieser Moment ist bis heute unvergessen. Nadias Name steht für sportliche Exzellenz, Präzision und Eleganz – tief eingeschrieben in die kollektive Erinnerung eines ganzen Landes.   Weiterlesen…

Das reformierte Namensrecht und seine Bedeutung für die genealogische Forschung

Das zum 1. Mai 2025 in Kraft getretene neue deutsche Namensrecht erweitert die Möglichkeiten der Namensführung für Ehepaare, Kinder und Einzelpersonen erheblich. Der Beitrag skizziert die wichtigsten Neuerungen und untersucht ihre Bedeutung für die genealogische Forschung. Anhand eines Praxisbeispiels wird gezeigt, wie Namensänderungen künftig als zeitgebundene rechtliche Entscheidungen in genealogischen Quellen zu interpretieren sind.

Der 1. Mai 2025 markiert eine Zäsur für die Familiengeschichtsforschung in Deutschland. An diesem Tag ist eine umfassende Reform in Kraft getreten, die das Ehe-, Geburts- und internationale Namensrecht umfassend neu ordnet.1 Sie verfolgt das Ziel, die Regelungen stärker an heutige Familienformen, biografische Brüche und internationale Lebensrealitäten anzupassen – mit spürbaren Folgen auch für die genealogische Forschung.

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Verbannt in die Steppe

Wie 1951 in Rumänien Zehntausende Menschen deportiert wurden

Deportationsorte im Bărăgan und ethnische Zusammensetzung der Deportierten

Der Beitrag untersucht die Deportation von 1951, bei der mehr als 40.000 Menschen aus dem westlichen Grenzgebiet Rumäniens zwangsweise in die Bărăgan-Ebene im Südosten des Landes umgesiedelt wurden, und ordnet sie in den Kontext der stalinistischen Transformationspolitik sowie der Grenzsicherungsmaßnahmen des Regimes vor dem Hintergrund des Stalin-Tito-Konflikts ein. Er argumentiert, dass sie ein Instrument staatlicher Bevölkerungspolitik darstellte, in dem sich geopolitische Spannungen, innenpolitische Klassenpolitik, soziale Disziplinierung und wirtschaftliche Interessen miteinander verbanden.

Abbildung: Crețan, Remus et al.: »Wounded Place‐Based Memories in Romania: Towards Social Justice for the Deportees in the Bărăgan Area«, in: Population, Space and Place, vol. 32, Nr. 1, Januar 2026, S. 1–14, hier S. 8, online unter: Wiley Online Library, https://doi.org/10.1002/psp.70168, 1.12.2025.

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Tom Bischof – deutscher Fußball-Nationalspieler mit Banater Wurzeln

Die Großmutter des Bayern-Jungstars stammt aus Tschanad

TikTok post von SWR Sport über den
Familienmenschen Tom Bischof[1]

In der 65. Minute des Spiels um Platz 3 der UEFA Nations League am 8. Juni 2025 in Stuttgart (Deutschland – Frankreich 0:2) wechselte Bundestrainer Julian Nagelsmann den 19-jährigen Tom Bischof für Leon Goretzka ein. Es war der erste Einsatz des talentierten Mittelfeldspielers im Trikot der A-Nationalmannschaft – ein symbolträchtiger Moment in seiner noch jungen Karriere. Mit diesem Debüt zählt Bischof zu den jüngsten Spielern, die je auf dieser Ebene für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufliefen.

Bischof wurde am 28. Juni 2005 in Aschaffenburg geboren und wuchs im unterfränkischen Amorbach im Bayerischen Odenwald auf. Die familiären Wurzeln reichen jedoch weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Seine Großmutter Elisabeth Schmelzer stammt aus dem rumänischen Banat, genauer aus Tschanad (rum. Cenad, ung. Csanád, serb. Čanad/Чанад). Weiterlesen

Doru Tulcan

Ein Temeswarer Künstler von internationalem Rang

Foto: Yves Pierre Detemple

Doru Tulcan, geboren am am 21. April 1943 im westrumänischen Kladowa/Cladova, Kreis Arad, besuchte von 1959 bis 1963 das Lyzeum für Bildende Künste Temeswar/Timișoara und war dort Schüler des renommierten Banater Malers und Grafikers Julius Podlipny.

Tulcan war Gründungsmitglied des Temeswarer Künstlerkollektivs Σ SIGMA (1969–1978) und lehrte als Dozent an der Fakultät für Kunst und Design der West-Universität Temeswar. Seine Werke wurden über die Jahrzehnte in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt, mehrmals auch in Deutschland.

Nebenstehend ein schönes Beispiel aus dem umfangreichen Œuvre Doru Tulcans: »Cetate« (1990), Serigraphie, 21 × 17 cm.

Veröffentlicht in: Temeschburger Heimatblatt 2025, 36. Jg., August 2025, Reutlingen, S. 38

Vergessene Schicksale: Bărăgan 1951–1956

Ein Archiv der Erinnerung an die Deportation

Gedenkstätte zur Erinnerung an die Deportation, in Fundata. Foto: Rainer Remsing

Im Kontext des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs nach dem Zweiten Weltkrieg war die rumänische Landwirtschaft eines der zentralen Schlachtfelder ideologischer Auseinandersetzungen. Das 1945 etablierte volksdemokratische Regime betrachtete die Zerschlagung des sogenannten Großbauerntums – der wohlhabenden Landbesitzer, die unter der Bezeichnung »chiaburi« pauschal stigmatisiert wurden – als unerlässliche Etappe beim Aufbau der neuen Gesellschaftsordnung.

Unter direkter Einflussnahme sowjetischer Berater beschloss die rumänische Führung im März 1949 die umfassende Kollektivierung der Landwirtschaft. Das Ziel: die Beseitigung kapitalistischer Eigentumsstrukturen. Wohlhabende Bauern wurden daraufhin nicht nur enteignet, sondern auch politisch verfolgt und kriminalisiert – häufig unter dem Vorwurf der Sabotage oder konterrevolutionärer Umtriebe. Weiterlesen

Der Kommunist, der Rumänien in den Kapitalismus führte

Der Tod des ersten postkommunistischen rumänischen Staatsoberhaupts Ion Iliescu ruft die Tragik einer unvollendeten Revolution in Erinnerung, aber auch die Erkenntnis, dass der Weg Osteuropas in den Neoliberalismus nicht unangefochten blieb.

Foto: SRN News, https://srnnews.com, 6.8.2025

Mit Ion Iliescu ist am 5. August eine der schillerndsten Figuren des postkommunistischen Osteuropa in Bukarest gestorben. Als erster Präsident Rumäniens nach der Revolution von 1989 bestimmte er maßgeblich den Übergang von der langjährigen, am Ende vollständig delegitimierten Herrschaft Nicolae Ceaușescus zur kapitalistischen Ordnung. Der ehemalige Kommunist und spätere sozialdemokratische Reformer scheiterte jedoch an seinem Anspruch, eine eigenständige demokratisch-sozialistische Alternative zu verwirklichen.   Weiterlesen…

Streben nach dem Absoluten

Dem Grandseigneur der Oper Ioan Holender zum 90. Geburtstag

Ioan Holender

Ioan Holender, Autorenlesung 2011 in München. Foto: Yves-Pierre Detemple

Am 18. Juli 2025 feierte Ioan Holender, eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der internationalen Opern- und Musikwelt, seinen 90. Geburtstag. Ein willkommener Anlass, seine glanzvolle Karriere, sein einzigartiges Vermächtnis für die internationale Opernwelt, aber auch seine tiefe Verbundenheit zu seinen Wurzeln zu würdigen.

Geboren 1935 als einziges Kind von Anton Holender und Magdalena Dornhelm im westrumänischen Temeswar/Timișoara, einer Stadt mit einer reichen multikulturellen Tradition (Europäische Kulturhauptstadt 2023), ist sein Leben ein beeindruckendes Zeugnis von Leidenschaft für die Musik, Liebe zur Kultur, Streben nach Perfektion und unverwechselbarer Eloquenz.  Weiterlesen…

Danke! Das ist ein ganz wunderbares Portrait. Besser als alles, was in den hiesigen Zeitungen erschienen ist. Mit herzlichem Gruß, Ioan Holender, 21. Juli 2025

Detemples Hommage auf Ioan Holender zu dessen 90. Geburtstag besticht durch prägnante Formulierungen sowie klare Sprache und Struktur. Anita D. Christian, in: Banater Post, 20. Oktober 2025