3. August 1901: Das erste Fußballspiel zwischen zwei Vereinsmannschaften aus dem Gebiet des heutigen Rumäniens

Eine Revision des bisherigen Forschungsstandes anhand zeitgenössischer Pressequellen

Erste Erwähnung des Fußballspiels in der Presse: »Zuletzt wurde aus Grabatz berichtet, dass dort am 3. August ein Spiel zwischen dem Grabáczi Sport Egylet und dem Zsombolyai Football Club stattfand. Eine große Zuschauermenge verfolgte dieses Spiel, das durch seine Neuartigkeit begeisterte, und zollte dem schönen Spiel, das mit einem 1:0-Sieg der Grabatzer endete, volle Anerkennung.« (Pesti Hírlap, 9.8.1901)

Die Frühgeschichte des Fußballs auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens weist trotz zahlreicher Veröffentlichungen weiterhin offene Fragen auf. Dies gilt insbesondere für die Datierung des frühesten nachweisbaren Fußballspiels zwischen zwei auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens gegründeten und beheimateten Vereinsmannschaften. Nach dem bisherigen Forschungsstand wird diese Rolle der am 20. August 1902 in Temeswar ausgetragenen Begegnung zwischen dem Temesvári Football Club (Temeswarer FC) und dem Lugosi Sport Egylet (Lugoscher Sportverein) zugeschrieben. Der vorliegende Beitrag überprüft diese Einordnung auf der Grundlage bislang von der Forschung nicht ausgewerteter zeitgenössischer Presseberichte.

Die Quellen belegen, dass bereits am 3. August 1901 in Grabatz ein Fußballspiel zwischen dem Grabáczi Sport Egylet (Grabatzer Sportverein) und dem Zsombolyai Football Club (Hatzfelder FC) stattfand. Nach dem gegenwärtigen Stand der ausgewerteten Quellen handelt es sich dabei um die früheste quellenmäßig nachweisbare Begegnung zwischen zwei Vereinsmannschaften aus und auf dem Gebiet des heutigen Rumäniens. Darüber hinaus zeigen die ausgewerteten Berichte, dass sich der organisierte Vereinsfußball bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht ausschließlich in den Zentren Arad und Temeswar entwickelte, sondern zugleich kleinere Gemeinden des Banats erfasste. Der Beitrag unterstreicht damit zugleich den wissenschaftlichen Wert einer systematischen Auswertung regionaler zeitgenössischer Pressequellen für die Erforschung der frühen Sportgeschichte Ostmittel- und Südosteuropas.   Weiterlesen…

Nadia Comăneci und die perfekte 10

Roman über das rumänische Turnwunder

Comaneci BuchOlympische Spiele, Montreal 1976. Gerade hat Nadia ihre Stufenbarrenkür beendet.

»Was die Kleine gerade vorgeführt hat, wirft jede Abfolge über den Haufen, Zahlen, Wörter, Bilder. Das hier liegt jenseits des Begreiflichen. Was da soeben passiert ist, kann man überhaupt nicht werten. Um die Schwerkraft schert sie sich einen feuchten Kehricht, ihr zarter Körper schafft sich Raum in der Luft und schmiegt sich hinein. […] Die elektronische Anzeigetafel zeigt COMANECI NADIA, ROMANIA, dann die 73, ihre Startnummer, und da, wo eigentlich ihre Wertung stehen sollte: nichts. Alle warten. Totenbleich laufen die sowjetischen Turnerinnen in dem Bereich, der für die Trainer und die fertigen Wettkampfteilnehmerinnen reserviert ist, auf und ab. Sie wissen es. Weiterlesen